“Bevor wir herausragend werden, müssen wir klären wofür wir stehen.”

(Simon Sinek)


Für viele sind Routinen OK


Ich kenne viele Menschen die täglich das machen, was sie schon immer gemacht haben und denen es dabei gut geht. Sie jammern über diese und jene Ungerechtigkeit, schimpfen über Missstände und Herausforderungen, aber eigentlich wollen sie nichts ändern, denn es geht ihnen gut.


Wie neugierig bist du?


Und dann gibt es noch die Neugierigen. Die, die nicht aufhören können zu lernen, die schnell gelangweilt sind von täglichen Routinen und die sich immer wieder neue Herausforderungen suchen, um sie zu knacken.

Sie haben hochfliegende Träume, gern jeden Monat einen neuen Traum.

Sie starten immer wieder voll Motivation.

Viele dieser Träume werden nicht erreicht.


Von Außen sieht das Leben und die Lebensplanung dieser Menschen oft chaotisch aus.


Gehörst du dazu?


Dann sollte das nicht dazu führen, dass du glaubst, dass du falsch bist.

Du tickst einfach nicht so, wie es zur Zeit als “normal” gilt: Ein Beruf, ein Leben lang. Vielleicht noch ein Hobby, aber bitte nicht viel mehr.


Berühmte Vorbilder


Es gibt viele berühmte Menschen, die sich auch nie für “die eine Sache” entscheiden konnten. Schau dir den Lebenslauf von Goethe an. Wir kennen ihn hauptsächlich als Dichter, doch er war auch Politiker, Beamter, Naturwissenschaftler (Botanik, Geologie, …), Maler, Lehrer, Theaterdirektor und Advokat. Er hat Bücher zu alle Themen, die ihn interessierten geschrieben.

Als er längere Zeit nur die Rolle des Beamten und Politikers einnehmen konnte, ist er krank geworden. Seine erste Reise nach Italien war weniger eine Reise, als vielmehr eine Flucht vor der Enge der Routineaufgaben.


Wir bewundern Leonardo da Vinci für seine Gemälde. Doch er hat auch viele Konstruktionen gebaut und gezeichnet. Er wollte die Windenergie nutzen und er wollte fliegen.. Er war ein Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph.


Steve Jobs und Elan Musk haben nicht nur 1000 Ideen, sie haben beide mehre Branchen auf den Kopf gestellt bzw. neu erfunden.


Kennst du den roten Faden deines Lebens?


Ich weiß nicht ob einer der genannten Vielseitigen sein Warum gefunden hat. Doch ich weiß, dass es super hilfreich ist den Kern seines Wesens, den Anker und den Antreiber für sein Tun zu kennen.

Und ich glaube, dass es für uns Vielseitige besonders hilfreich ist. Denn dann fühlen wir uns nicht mehr so zerrissen und unser Tun so wiedersprüchlich, denn wir kennen den roten Faden in unserem Leben.

Es wird einfacher, wenn mein sein ganz persönliches WARUM kennt, zu entscheiden, was mach ich heute, was ist eine flüchtige Idee und deshalb verfolge ich sie nicht und was mach ich morgen.

Das Warum besteht aus dem Beitrag, den ich “schon immer” in die Welt gebracht habe und aus der Wirkung, die ich mit diesem Beitrag erziele. Hinter dem Warum steht also kein Ziel oder Traum sondern ein Thema.


Für mich ist es eine unglaubliche Bereicherung, neben meinem Warum auch eine Vision entwickelt zu haben.

Passt mein geplantes Projekt zu meiner Vision und meinem Warum, dann setze ich es um.

Dadurch wird mein Warum und meine Vision mit jedem Projekt noch ein wenig stärker. Es ist ein sich selbst verstärkender Prozess.


Wenn du dich (noch) nicht mit deinem Warum und deiner Vision beschäftigen willst, dann hilft dir auch eine Intention, um leichter Entscheidungen zu treffen.


Intention - Wunsch - Ziel


"Intention, verbindlicher Entschluss für ein bestimmtes Handlungsziel, markiert einen zentralen Übergang auf dem Weg vom Wünschen zum Handeln" (https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/intention/7289)


Wie findest du die Intention, um vom Wünschen ins Handeln zu kommen?

Bevor du mit einem neuen Projekt beginnst, frage dich welcher Wunsch wirklich dahinter liegt. … und welchen Wunsch erfüllst du dir damit noch? Ja, der Wunsch hinter dem eigentlichen Wunsch ist der größere Motivator.


Ein Beispiel: ich möchte einen Jahresumsatz von 100.000 Euro machen. Ganz klar und ohne Emotion. Warum möchte ich diesen Jahresumsatz mache? Ich gehe davon aus, dass ich mir dann ganz entspannt einen großen Familienurlaub leisten kann, zu dem ich auch meinen Bruder mit seiner Familie und meine Eltern einladen werde.

Und hinter dieser Intention steht eine Emotion und diese Emotion treibt mich an, erfüllt mich mit Vorfreude, motiviert mich.


Schreibe es auf. Formuliere deine Intention. Kannst du dir den Wunsch, den du dir mit deinem Projekt erfüllen möchtest, vielleicht auch direkter, einfacher und schneller erfüllen? Dann solltest du dein Ziel korrigieren.


Was musst du tun, dass der wirkliche Wunsch hinter deiner Intention in Erfüllung geht.


Kleines (klassisches) Beispiel: Nach den Weihnachtsfeiertagen zeigt die Wage ein neues Gewicht an. Dieses Gewicht zeigt mir nun in Zahlen, warum es mir schwerer fällt, die Treppen zu steigen, warum ich mich so schnell müde fühle.

Es gefällt mir gar nicht. Also melde ich mich im Fitnessstudio an.


2 Monate gehe ich regelmäßig zum Sport, doch die Waage zeigt mir immer noch mein Weihnachtsgewicht. Ich bin frustriert. Ich habe mein Ziel nicht erreicht. Beende ich mein Ausflug in die Sportwelt?


Ja, denn ich habe kein Gewicht verloren.


Nein, denn ich fühle mich viel kräftiger, voller Elan, ich habe ein tolles Körpergefühl, mein Körpergewicht ist mir egal.


Siehst du worauf ich hinaus möchte? Das vordergründige Ziel ist selten, das was wir wirklich wollen. Oft ist das Gefühl, welches wir mit dem Ziel in Verbindung bringen, viel wichtiger für uns, als das vordergründige Ziel. Aber wenn wir uns das Gefühl und den Wunsch hinter dem Ziel nicht bewusst machen, dann brechen wir unsere Aktionen viel zu schnell ab und reagieren unflexibel auf Veränderungen.



Das bedeutet aber auch, dass wir Ziele welche wir übernehmen, zwar erreichen können, aber sie werden uns nicht unsere eigentlichen Wünsche erfüllen können.


Leere Ziele


Diese “leeren” Ziele können wir von unseren Eltern, Großeltern oder anderen Vorbildern übernommen haben. Das können aber auch Ziele sein, die uns ein Chef vorgibt.

Eventuell erreichen wir sogar diese Ziele und haben scheinbar wunderbare Erfolge, verschiedene Menschen bewundern uns für das, was wir erreicht haben, doch innerlich fühlen wir uns leer und verbraucht und stoßen an unsere Grenzen.


Deshalb: “Bevor wir herausragend werden, müssen wir klären wofür wir stehen.”


Was ist uns wichtig? Was wollen wir bewirken? Was können und wollen wir beitragen? Wie wollen wir uns fühlen?


Die Wünsche hinter unseren Zielen sind unsere Motivation, unsere Antreiber. Sie sollten wir kennen.


Das Scheitern

Ich bin davon überzeugt, dass wir uns immer wieder großartige Ziele setzen können. Doch wenn wir nicht wissen wofür wir diese Ziele erreichen wollen, dann werden wir scheitern.


Scheitern kann hier 2 Bedeutungen haben:

- Wir erreichen unser Ziel nicht.

- Wir fühlen uns leer und unzufrieden, obwohl wir das Ziel erreicht haben.


Deshalb: setze dir Ziele, die zu dir, deinen Wünschen und deinen Bedürfnissen passen.

Ja, dafür musst du dich mit dir selber beschäftigen - was nicht immer angenehm ist. Aber es ist hilfreich.



Was kannst du jetzt tun? Werde dir über dein Thema klar. Finde den roten Faden in deinem Leben. Buche ein Kennenlerngespräch und wir besprechen wie ich dich unterstützen kann.




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