Früher musste man gut arbeiten, ...

Aktualisiert: Mai 19

... heute braucht man nur eine schöne Website, um erfolgreich zu werden


Das ist natürlich nicht meine Meinung, sondern die einer meiner „Probekunden“ (bevor ich für meine Coachingarbeit Geld genommen habe, habe ich mein Können erst einmal kostenfrei mit Probekunden getestet, vertieft und verbessert.) Und ich verrate es auch schon hier: unsere Zusammenarbeit endete nicht so erfolgreich, wie ich es mir gewünscht hätte. Wir haben sie abgebrochen. 


Für mich ist eine gute Unternehmenswebsite wie ein Spiegel.


So erkennt man ein junges Start Up oft an einer frischen, gut strukturierten Seite, die Inhalte sind schnell auf den Punkt gebracht, meistens unterstrichen durch ein ambitioniert klingendes Zitat. (Wobei ich denke das junge Gründer immer ambitioniert sind).


Und im Gegensatz dazu haben Unternehmen, welche schon etwas länger im Geschäft sind, oft überquellende Seiten, viele Angebote, viele Informationen, wenig oder eine schlecht erkennbare Struktur auf ihrer Seite. Schnell kann man sich dort „verlaufen“. Oft verlasse ich diese Seiten mit dem Gefühl: hier sollte mal ein großer Frühlingsputz stattfinden.


Die Websiten von Unternehmen in Umbruchszeiten sehen gern verweist, verlassen aus. Die Inhalte sind alt, wirken etwas angestaubt und auch etwas überholt. Das Team hat sich noch nicht eingespielt, die Veränderung braucht alle Kräfte und keiner kümmert sich um den „Spiegel“, weil bald eh alles viel, viel besser wird - oder bald gar nichts mehr geht.


Wie die Unternehmen, entwickeln sich Websites ständig weiter.


Sie sind niemals fertig und kleine Stolpersteine sind normal, auch wenn man sich sowohl als Nutzer, als auch als Betreiber darüber ärgert. Ergänze, erweitere und überarbeite deine Seite so oft, wie du es für nötig hältst. Trage ausserdem einen Termin in deinen Jahreskalender, an dem du deine Website gründlich aufräumst. Sozusagen den Frühjahrsputz machst.


Doch was ist mit Unternehmen, welche keine Website habe?


Ich glaube hier arbeiten Unternehmer, die sehr viel arbeiten, sich so tief in ihren Prozessen und im Tagesgeschäft bewegen, dass sie sich gar nicht vorstellen können, welche Arbeitsentlastung ein wenig Digitalisierung mit sich bringt. Sich diese Arbeitserleichterung vorzustellen wird noch dadurch erschwert, dass die Digitalisierung erst einmal viel Arbeit macht. 


Um bei der Website zu bleiben: für eine Webseite braucht man verschiedenste Texte, Bilder, Grafiken, Farben, Schriften, Icons, Illustrationen, Animationen und Videos und und und ... das alles sollte gut strukturiert, ansprechend, fehlerfrei sein, um nur 3 Eigenschaften zu nennen.

Vor dieser Arbeit kann man schon mal etwas Angst bekommen.


Doch wenn man sich diese Aufgaben Schritt für Schritt vornimmt, kann jeder sie bewältigen.

Grundlage jeder Website sollten die Antworten auf folgende 3 Fragen sein:


Was soll meine Website für mich tun?

Wer ist mein Wunschkunde? und 

Wer bin ich - was ist das Besondere an mir? (Was ist mein USP?)


So gibt z.B. viele Antworten auf Frage Nummer 1, folgende wären möglich:


Sie soll eine erweiterte Visitenkarte sein. Ein paar Informationen geben.

Sie soll  das Vertrauen der Kunden aufbauen.

Sie soll verkaufen.

Sie soll das eigene Portfolio zeigen.

Sie soll zu Events aller Art einladen.

Sie soll Kunden ermöglichen Termine, Produkte oder Services zu buchen.


Deine Website kann und wird viele Aufgaben übernehmen.


Auch Aufgaben, an die du jetzt noch gar nicht denkst. Dennoch solltest du vorab entscheiden, welche dir die wichtigste Aufgabe ist und das klar auf deiner Website zeigen.


Möchtest du regelmäßig mit deinen Kunden in Kontakt treten und sie über neue Angebote, interessantes Ansichten, tolle Events usw. informieren? Dann sag ihnen das und bitte sie um ihre eMail Adressen und bedanke dich für diese eMail Adresse mit einem Geschenk.


Deine Kundenliste ist voll, neukommende und weggehende Kunden halten sich die Waage. Das fühlt sich für dich gerade richtig gut an, aber es wäre eine super Erleichterung, wenn sich deine Kunden ihre Termine selber buchen.

Auch das kann deine Website für dich übernehmen.


Deine Produkte sind leider nicht selbsterklärend und du hast es satt deinen Kunden wieder und wieder alles zu erklären? Auch das ist eine Aufgabe, die deine Website übernehmen kann.


Wenn du weißt, welche Arbeit deine Website für dir abnehmen soll, weißt du auch welche Erleichterung und welchen finanziellen Nutzen sie dir bringt. Ist das nicht eine gute Motivation in das Projekt „Website“ etwas Geld, Zeit und Geduld zu stecken?

Und die zweite wichtige Frag ist: 


Wen soll meine Website ansprechen?


Wer sind die Menschen, die auf meine Webseite zugreifen? Wer sind meine Wunschkunden? Eine Frage die so einfach klingt und selten so einfach beantwortet werden kann. Kennst du deinen Wunschkunden? Kannst du deinen Wunschkunden, seine Probleme und Herausforderungen beschreiben? Du solltest ihn besser kennen als er sich. 😉


Wenn du deine Wunschkunden kennst, kannst du ihn ansprechen. Ihm zeigen, dass du ihn und seine Wünsche oder Probleme verstehst und auch eine Lösung oder einen Lösungsweg kennst. Wir vertrauen den Menschen die uns verstehen.

Außerdem weißt du, wie du deine  Website gestalten solltest, so dass sich dein Wunschkunde darauf wohl fühlt, lange bleibt oder immer wieder kommt, dich kennenlernt und letztendlich dein Kunde wird.

Hast du eine Wunschkundenprofil erstellt? Wenn nicht, sollte du es so schnell wie möglich machen. Es ist kein Problem, wenn du dich nicht auf den einen Kunden festlegen kannst. Es können auch 2-3 Wunschkunden werden. Kannst du dich nicht auf 1-3 Wunschkundenprofile festlegen, mach dir für jeden Wunschkunden ein Profil und dann vergleiche alle Wunschkundenprofile. Wo gibt es Überschneidungen, wo gibt es Gemeinsamkeiten, was sind die wichtigsten Eigenschaften und Probleme der Wunschkunden in Bezug auf dein Produkt oder deine Dienstleistung. Schnell wird dir dann klar, welche Profile du zusammenfassen kannst. Wenn dir das immer noch schwer fällt, dann suche dir einen Sparringspartner. Er muss gar nichts über deine Branche wissen. Oft stellen die Menschen die besten Fragen, die über wenig oder gar kein Hintergrundwissen verfügen. Denn sie stellen oft alles was wir als selbstverständliches Wissen empfinden, in Frage.

Hier kannst du mehr zum Thema Wunschkunde lesen:

https://www.annika-lamer.de/wie-sie-ihre-wahren-wunschkunden-anziehen/


Um ein Gefühl dafür zu bekommen, was eine Webseite alles für dich tun kann und wie sie gestaltet werden könnte, so dass sich deine Kunden darauf wohl fühlen, schau dir ruhig die Seiten deiner „Marktbegleiter" an. Sieh dir an, wie es deine Nachbarn machen, was ist gut, was ist schlecht, was willst du so gar nicht und was willst du unbedingt, was wird toll, wenn man einen Schritt weiter geht und was sollte man lieber weglassen. Gute Beispiele kannst du per Bildschirmfoto konservieren und diese Fotos z.B. in einem Präsentationspogramm, wie Keynote speichern und mit Anmerkungen versehen. 

Oder du legst dir für schicke, smarte Seiten ein Lesezeichen an. Es ist egal womit du arbeitest, Hauptsache es passt zu dir und der Aufgaben 😉


Und dann noch die 3 Frage:


Was ist das besondere an mir?


Warum sollte sich mein Wunschkunde für mich entscheiden?

Meistens ist die Antwort auf diese Frage ganz eng mit der Frage: "Warum habe ich mein Unternehmen gegründet?" verbunden.

Stell dich vor und nimm dabei Bezug auf dein Angebot. Mit der Beantwortung der Frage nach dem „WARUM“ unterscheidest du dich von deinen Mitbewerbern. Deine Motivation wird Emotionen bei deinen Kunden wecken. Über diese Emotionen baust du eine Verbindung zu deinem Interessenten auf. Habt ihr vielleicht die gleichen Werte? Oder einen ähnlichen Hintergrund?

Mit unseren Emotionen entscheiden wir, ob wir etwas kaufen oder nicht. Die Sachinformationen untermauern die Entscheidung nur noch.


So und nun kann es auch schon mit dem Konzept los gehen


Zeichne die Struktur deiner Website am besten als erste Idee auf. Ja, benutze mehrere bunte Stifte und viele Blätter weißes Papier. Meistens ist  eine Aufteilung in „Homepage“ „Über mich“ „Angebote“ „Blog“ (bzw. Aktuelles) und „Kontakt“ sinnvoll.


Dann beginn die Texte zu schreiben. Nimm beim Schreiben immer wieder die Position deines Kunden ein.

Was will er wissen?

Was solltest du ihm erklären?

Welches Wissen bekommt er nur bei dir?


Und wenn die Texte (fast) fertig sind, kannst du die passenden Bilder raussuchen. Sie sollten die Inhalte der Texte unterstreichen. 

Hast du alles zusammen, kannst du dir einen Webdesigner suchen, eine Agentur oder du benutzt einen Webdesign-Baukasten und gestaltest dir deine Website selber. Alle 3 Möglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile. Du mußt entscheiden, was am Besten zu dir passt.


Du hast eine eigene Website? Wie bist du bei der Erstellung deiner Webseite vorgegangen? Welche Probleme und Hürden musstest du überwinden?

Du bist Unternehmer und hast keine eigene Website? Warum nicht?


Brauchst du noch eine kleine Inspiration? Das ist eine tolle Handwerkerseite: https://www.belz.de/


Glaubst du auch, dass du heute nur noch eine schöne Webseite brauchst, um Erfolg im Business zu haben. Dann bin ich der falsche Trainer für dich. Wenn du aber möchtest, dass deine Webseite deine Werte und deine Fähigkeiten wiederspiegelt, du aber nicht weißt, wie du das am besten darstellst, dann schreibe mir: christina@christina-grunert.de oder buche dir ein Mini-Strategie-Gespräch.