Ich bin nicht so ein Selbstdarsteller, ...

Aktualisiert: Mai 19

... ich brauche keine „Über mich“ Seite


7 Punkte, die auf jede „Über mich“ Seite gehören


Die „Über mich“ ist immer wieder ein schwieriges Thema. Eigentlich will man sich gar nicht präsentieren. Aber irgendwie gehört es dazu, also schnell ein kurzer Lebenslauf und gut ist - oder doch nicht?


Die "Über mich Seite“ ist die Seite, die neben „Home“ und „Angebote“ am meisten besucht wird. Wir wollen wissen mit wem wir es zu tun haben, wem wir etwas abkaufen sollen.

Wir versuchen raus zu bekommen, ob der Websitenbetreiber die Leistung, welche er verspricht wirklich erbringen kann. Wir schauen nach ob er oder sie sympathisch und kompetent aussieht. Ob uns irgendetwas in seinem Lebenslauf vertraut, bekannt vorkommt.


Und wenn du auch zu denen gehörst, die denken „ach, ich bin nicht so ein Selbstdarsteller … „, dann geh mal kurz in dich und überlege dir, wie oft du dir schon die „Über mich“ Seite von Handwerkern, Dienstleistern, Coaches und Ärzten angesehen hast, bevor du bei ihnen etwas gebucht oder gekauft hast. 


Und habe ich dich davon überzeugt, dass du eine „Über mich“ Seite brauchst?


OK, was gehört auf eine gute „Über mich“ Seite? 


1. Ein Bild von dir, ein schönes, natürliches Bild, ein Bild bei dem ich sehe: ja, du bist in deinem Element. Es geht dir gut bei dem was du machst, also bist du wohl gut, bei dem was du machst.


2. Du brauchst eine gute Überschrift für deine „Über mich“ Seite. Eine, die alle Aufmerksamkeit auf sich zieht und neugierig aufs weiter lesen macht. Am Einfachsten ist es, wenn du diese Überschrift erst schreibst, wenn der Artikel eigentlich schon fertig ist. Denn die Überschrift ist einerseits die Zusammenfassung der Seite, der Leser will sofort wissen was auf ihn zu kommt. Andererseits ist sie der Magnet für diese Unterseite. Sie soll spannend klingen und Lust auf mehr machen.


3. Eine kleine Einleitung sagt dem Leser worauf er sich hier einlässt. Was kann er lernen, wenn er weiterliest? Warum ist es nützlich, weiter zu lesen? Bis zu diesem Zeitpunkt sollte dein Leser nicht mehr als 9 Sekunden brauchen. Denn auch hier gilt: du hast nur 9 Sekunden Zeit deinen Leser so von dir zu begeistern, dass er bei dir bleibt. Schaffst du es in diesen 9 Sekunden nicht, ist er weg und du bekommst keine 2. Chance.


4. Vielleicht hast du jetzt schon deinen Leser so weit überzeugt, dass er mit dir in Kontakt bleiben will und sich gern auf deiner Newsletterliste einträgt. Mach ihm nach der Einleitung das Angebot dazu. Wenn du ein passendes Freesie hast; um so besser. Biete es deinem Leser jetzt an.

Andere Leser brauchen noch mehr Informationen.


5. Hast du Kundenfeedbacks, dann schiebe sie jetzt hier ein. Vielleicht hast du ja auch schon einiges auf andern Blogs, in Zeitschriften oder Büchern veröffentlicht. Auch das kannst du hier gut unterbringen. Das zeigt deine Expertise und zeigt wieviel Erfolg andere mit deiner Hilfe hatten, bzw. wieviel Andere dir schon vertraut haben. Ein bisschen ist der Herdentrieb immer noch in uns und wir gehen gern dort hin, wo schon viel andere sind bzw. waren.


6. So und nun kannst du deine Geschichte erzählen. Nicht alles, auch keinen langweiligen Lebenslauf mit x-Stichpunkten oder eine Liste deiner Weiterbildungen. Das wird ganz schnell ganz langweilig und wir wollen doch niemanden langweilen.

Erzähle wie es dazu gekommen ist, dass du nun so gut bei der Problemlösung deiner Kunden helfen kannst.

Warum hast du dein Business oder deinen Blog gegründet. Zeige die Emotion die dahinter steht. Wolltest du nur für dich und deine Freunde Rezepte sammeln und langsam aber sicher hatte sich eine community aufgebaut? 

Oder hast du schon immer deinen Opa verehrt, wolltest so werden wie er und hast seine Firma oder sein Hobby übernommen, ausgeb.

Bestimmt werden sich viele deiner Interessenten wieder erkennen. Uns im Anderen wiederzukennen schafft eine wohltuende Nähe und Vertrautheit.

Wie war dein Weg? Jeder hat Tiefpunkte, muss Plateaus überwinden, um irgendwann seine Ziele zu erreichen. Nimm uns mit auf diesen Weg. Lass uns von deiner Erfolgsstory lernen. Zeig deinen Lesern, dass sie ähnliche Ziele erreichen können, weil du diese Ziele schon erreicht hast und den Weg dahin schon kennst.

Ausserdem kannst du hier ein paar persönliche Dinge einfließen lassen: Du lebst auf dem Lande, fährst nicht so gern täglich mit dem Auto zur Arbeit und bist deshalb so dankbar, dass du mit dem Laptop und einer guten Internetverbindung deine Kunden erreichst - aha, das verstehe ich, denn es geht dir so wie mir. 😉


7. Egal was du willst, dass dein Leser es tut. Sag es ihm!


Und zu guter Letzt: deine Website hat eine große Aufgaben. Soll sie dir Interessenten auf deine Newsletterliste leiten? Ja, dann bitte deine Leser jetzt noch einmal um ihren Eintrag in deine Newsletterliste. 

Genauso kannst du die Leser natürlich auch bitten jetzt einen Termin bei dir zu buchen, sich bei deinem nächsten Event anzumelden, deinen Youtubekanal oder deinen Podcast zu abonnieren. 


Wie sieht deine „Über mich“ Seite aus? Hast du sie auch etwas stiefmütterlich behandelt?

Du hast keine Lust dich ganz starr an irgendwelche Regeln zu halten?

Hier ist noch eine tolle „Über mich“ Seite. Alle Regeln sind gebrochen und denn noch eingehalten:  https://www.birgitarz.com/allgemein/die-abc-liste-ueber-mich/


Auch Brene Brown hat eine interessante "Über mich" Seite. Sie zeigt ihren Lebenslauf und ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse in einer Bildstrecke. Es ist sehr persönlich. https://brenebrown.com/my-story/

Aber auch diese „Über mich“ Seite stellt den Leser in den Mittelpunkt und die Geschichte des Schreibers ist „nur“ die Rahmenhandlung.


Auch wenn ich am Anfang gesagt haben, die Liste deiner Aus- und Weiterbildung ist langweilig, brauchst du nicht ganz und gar darauf zu verzichten. Für ein paar Kunden ist es wichtig zu wissen welche Ausbildungen und Methoden der Coach, Trainer, Arzt oder Heilpraktiker hat. Ich finde es angenehm, wenn sich diese Informationen etwas zurück nehmen, z.B. in der Sitebar untergebracht sind.

... ich bin nicht so ein Selbstdarsteller

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