Wie du zu einer Personenmarke wirst ...

Aktualisiert: Mai 19

... und warum es ein Vorteil für dich ist, diese zu sein


Marken werden in unserer, der Kundenwahrnehmung, mit den Eigenschaften einer Person gesehen.

Wir sprechen einer Marke konkrete Kompetenzen, Eigenschaften und Werte zu.


Ein persönliches Beispiel


Ich kaufe gern die Naturkosmetikprodukte der DM-Marke Alverde. Bei ihr habe ich das Gefühl preisgünstige Produkte zu kaufen, welche fair produziert und verkauft werden. Ausserdem gehe ich davon aus, dass alle Produkte tierversuchsfrei entwickelt wurden und aus Zusatzstoffen bestehen, die vorwiegen aus biologisch kontrolliertem Anbau sind.


Dabei habe ich erst heute auf der DM eigenen Website nachgeschaut, ob der Drogeriemarkt mein Gefühl auch bestätigt. Tut er. Und ich vertraue den Aussagen auf der Website. Denn das Bild, welches ich mir von dieser Kosmetikmarke und dem DM-Drogeriemarkt gemacht habe, ist in sich stimmig. Für mich gibt es keinen Grund ihr zu mistrauen.


Angefangen hat meine Vorliebe für diese Marke mit der Geburt meiner Kinder. Damals wurde es wichtig für mich, zu wissen woher die Pflegeprodukte für mich und meine Kinder kommen. Dabei wollte ich nicht mehr Geld als nötig ausgeben ;-)


Welchen Marken bist du schon über Jahre treu?


Schau dich mal um und überlege welcher Marke du schon über Jahre hinweg treu bist, weil du das Gefühl hast, sie tut dir gut und entspricht deinen Werten.

Dabei hast du nie „kontrolliert“ ob sie auch wirklich deinen Erwartungen entspricht.

Genauso eine Marke willst du auch werden. Eine Marke der man vertraut, weil sie ist wie sie ist ;-) Natürlich willst du auch den Erwartungen deiner Kunden entsprechen, wenn sie dich „kontrollieren“.


Wie wirst du eine Marke, der man vertraut?

Zeige deine Komptetenzen, Eigenschaften, Werte

1. Welche Stärken hast du?


Dafür mußt du ganz genau wissen, wer du bist. Denn unsere Stärken sind uns selten bewusst. Trotzdem willst du deine Stärken betonen.

Besser als unsere Stärken kennen wir unsere Schwächen, besonders gut die Schwächen welche uns nerven.


Doch oft finden sich hinter den Schwächen, Stärken, die wir nutzen können. Du merkst schon unsere Schwächen und unsere Stärken sind gerne so verwoben, dass unsere Selbstwahrnehmung nicht hilfreich ist, deshalb werden immer wieder Selbsttests entwickelt, mit deren Hilfe wir lernen uns besser einschätzen.

Hier ein paar dieser Tests, die ich auch gemacht habe:


Wie die Welt dich sieht (https://www.mynds.de/de/startseite/wie-die-welt-dich-sieht/):

Bringt alle Eigenschaften knackig auf den Punkt. Mir fiel es nicht leicht diese Eigenschaften sofort anzunehmen. Doch der Test lag richtig. Er hat mir die Augen geöffnet. Weil er für ein paar Aha-Momente gesorgt hat, ist er mir der Liebste.

Es gibt einen stark eingeschränkten kostenfreien Test und in weiteren Schritten kannst du Möglichkeiten dazu kaufen.

Sally Hogshead arbeitet mit 49 unterschiedlichen Persönlichkeitstypen. Um einer dieser Persönlichkeitstypen zugeordnet zu werden, mußt du erstaunlich wenig Fragen beantworten. Genau wie die Fragen, ist die Antwort sehr spitz und präzise.

16 personalities (https://www.16personalities.com/de/kostenloser-personlichkeitstest)

Auch dieser Test ist schnell gemacht. Es gibt 4 Persönlichkeitstypen und jeder Typ ist noch einmal in 4 weitere Persönlichkeitstypen eingeteilt. Am Ende der Auswertung wird dir gesagt, welche berühmten Persönlichkeiten zu dem gleichen Typ wie du gehören. Das fand ich spannend.


Cordula Nussbaum (https://kreative-chaoten.com/selbstchecks/)

richtet sich eigentlich an kreative Chaoten, aber im Test unterscheidet sie 6 Persönlichkeiten, egal ob kreativer Chaot oder Bürokrat oder, oder, oder. Von welcher Persönlichkeit hat du am meisten in dir?



Wem die Selbsttests nicht ausreichen, der befragt seine Freunde, Kollegen und Familienmitglieder. Fragen könnten zum Beispiel folgende sein:


  • Was magst du an mir besonders und was nicht.

  • Was fällt dir als erstes ein, wenn du an mich denkst? Was verbindest du mit meiner Person?

  • Welche 3 Eigenschaften prägen mich und mein Tun am intensivsten?

  • Wie würdest du mich jemanden beschreiben, der mich noch nicht kennt?

  • Würdest du mich weiterempfehlen? Warum?

Du wirst staunen welche Antworten du bekommst. Natürlich wirst du einiges schon wissen. Aber vieles noch nicht. Und was mich super begeistert hat: ich habe viele Komplimente bekommen und es wurden ein paar Dinge als "besonders" wahrgenommen, die ich als vollkommen normal empfunden habe und anderes habe ich gar nicht bemerkt.


Schreib dir alle Einschätzungen gut auf. Denn unabhängig von deinem Personal Branding kannst du sie dir durchlesen, wenn du durchhängst und es wird dir gleich ein bisschen besser gehen.



Aus der Flut der Eigenschaften suchst du dir die raus, in denen du dich am intensivsten erkennst.

Wenn Freunde, Bekannte, Verwandte oder Kollegen Eigenschaften genannt haben, mit denen du nichts anfangen kannst, dann frage nach wie sie es meinen, wann diese Eigenschaften zu Tage treten.

Reduziere die Liste der Eigenschaften auf 3-5.

Wie nutzt du diese Eigenschaften in deinem Business?

Wie kannst du diese Eigenschaften noch ein bisschen besser kommunizieren?

2. Welche Werte sind dir wichtig?

Über Werte habe ich schon hier gesprochen. Auch unsere Werte leben wir so selbstverständlich, dass wir sie nicht mehr als etwas besonders wahrnehmen. Doch um sie für unser Personal Branding zu nutzen, solltest du sie


  1. klar benennen können

  2. sagen können wie du sie lebst

Unsere Persönlichkeit wird durch unsere Werte geprägt.

Bestimmt hast du schon gehört, dass Kaufentscheidungen nicht rational sind.

Wir zahlen für ein Gefühl, wir zahlen für Dinge die uns persönlich wertvoll erscheinen und wir zahlen für Erlebnisse.

Kunden zahlen für Persönlichkeit, denn Menschen kaufen von Menschen.


Das klingt jetzt vielleicht alles etwas platt, doch bestimmt kennst auch du die Verkäuferin im Tante Emmaladen, die sich freut dich zu sehen, die sich nach deinen Urlaubsplänen erkundigt und zu der du gerne gehst, weil dein Kind alles Anfassen darf, ohne dass sie sauer wird.


Das bedeutet nicht, das du Privates offen legen sollst, aber nimm eine Haltung ein und zeige sie!

Mit einer klaren Haltung wirst du als Personal Brand für deine Kunden nahbarer, weil du dich abgrenzt, berechenbarer wirst.


3. Kompetenzen und Fähigkeiten (Erlebnisse / Ergebnisse)

Bei den Kompetenzen fokussiere dich auf ein bestimmtes Thema. Das Thema mit dem du als Experte wahrgenommen werden willst. Mit dem Fokus auf diesem bestimmten Thema, betrachtest und entwickelst du alle deine Angebote und deinen Auftritt, offline wie auch online.


Zeige deine Kompetenzen. Erzähle welche Fähigkeiten du erworben hast. Wie hast du deine Kompetenzen und deine Fähigkeiten eingesetzt. Welche Erfahrungen hast du gemacht?


Wie hilft es deinen Kunden, dass du diese Kompetenzen, Fähigkeiten und Erfahrungen hast? Zeige, dass du genau der/ die Richtige für deine Kunden bist.


Hier ist es besonders hilfreich, wenn du Storytelling benutz um Informationen so interessant aufzubereiten, dass sie deinen Lesern im Gedächtnis bleiben. Wähle Geschichten, Anekdoten und Erfahrungen aus dem Alltag so dass sie sich flüssig erzählen lassen und beweisen, dass du deinen Kunden helfen kannst.

So interessiert es deine Kunden, wie du auf die Idee gekommen bist, deine Angebote so zu entwickeln, wie du sie entwickelt hast. Hattest du ein Problem, welches du lösen wolltest? Was hat dich genervt, so dass du eine Veränderung bewirken wolltest?


Welche Transformation hast du durchgemacht.

Willst du deinem Kunden den Weg leichter machen als er für dich war? Dann sag es.


Um wirklich alle Kompetenzen zu finden die für deine Kunden hilfreich sind, geh durch deine einzelnen Lebensstationen. Was hast du gemacht und was ist dir besonders leicht gefallen? Wie hat dich dein Tun damals auf die heutige Situation vorbereitet?


Deine Kompetenzen und Fähigkeiten aufzählen kannst du auf deinem Xing- oder deinem LinkedIn-Profil. Ansonsten zeige sie in deinen Geschichten.


Kannst du mit wenigen Worten sagen was dich und deine Arbeit ausmacht? Oder besser gefragt: hast du einen Elevator Pitch? Wenn nicht, dann kann dir mein Mini-Kurs helfen.



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