Business Model Canvas

Dein Geschäftsmodel als kompakte Übersicht.


Eigentlich ist ein Geschäftsmodel eine ziemlich komplexe Idee. Doch dann hat Alexander Osterwalder 2008 zusammen mit Yves Pigneur die Model Business Canvas entwickelt und ein Buch: "Business Model Generation" über die Anwendung dieser Vorlage geschrieben. Mit dieser Vorlage in Plakatgröße, kannst du die Stärken und die Schwächen eines Geschäftsmodels sehr schnell visualisieren. Du erkennst Hebel und Verbesserungspotential deiner Geschäftsmodells.

Seit 2008 hat diese Übersicht einen wahren Siegeszug erlebt. In fast jedem Gründungsworkshop wird mit dieser Vorlage gearbeitet.


Aber auch nach der Gründung sollte man sich ab und zu diese Canvas nehmen und mit ihr arbeiten. Du erkennst die Hebel, die du nutzen, verändern, erweitern solltest, identifizieren.


Alexander Osterwalder hat 9 Bausteine identiviziert, die sich in jedem Geschäftsmodel gegenseitig beeinflussen.


Mit einem Klick auf das Bild, kannst du die offizielle Vorlage herunter laden.


Ich finde dieses Model so hilfreich, weil man mit ihm, eine komplexe Sache, in einer sehr einfachen und übersichtlichen Art und Weise darstellen kann. Lücken, die man ganz leicht übersehen kann, wenn man voller Euphorie auf seine Geschäftsidee schaut, werden super schnell sichtbar.


Ich benutze die Business-Model-Canvas um eine Geschäftsidee zu strukturieren und zu überprüfen. Das funktioniert so gut, weil du die Geschäftsidee mit dieser Canvas visuell darzustellst. Du kannst nicht drum herum reden, du kommst auf den Punkt.

Ich benutze sie nicht um eine Geschäftsidee zu entwickeln.


Da die Funktion aller Felder festgelegt ist, eignet sich die Canvas auch super gut, um über eine Geschäftsidee zu reden. Es lässt sich nichts beschönigen und es gibt keine Missverständnisse. Die wichtigsten Abhängigkeiten im Business werden sichtbar.



Die zwei Teile der Business Modell Canvas


Der für deine Kunden sichtbare Teil und der "Backstage" Teil.


Ganz grob kann man die Canvas halbieren. Dann erhält man einen Teil, der für die Kunden sichtbar ist, in dem du mit deinen Kunden interagierst. Und einen Backstage-Teil. Das ist der Bereich, der deine Kunden nicht interessiert und nicht für deine Kunden sichtbar ist. Aber auch dieser Teil ist für das "Funktionieren" deines Business unerlässlich.

Leider beobachte ich immer wieder, dass Gründer diesen Bereich etwas vernachlässigen.





Auf der Bühne stehen:

1. Deine Kunden(Segmente): hier sind alle Menschen gemeint, für die du einen Wert erschaffst. Nicht nur deine zahlenden Kunden.

2. Deine Kanäle: diese Bezeichnung ist etwas irritierend, denn es geht eher über die Touchpoints. Also die Möglichkeiten, an denen du mit deinen Kunden in Kontakt trittst.

3. deine Art der Kundenbeziehung bzw. die Art und Weise deiner Kundenpflege

4. Werteversprechen bzw. dein Nutzenversprechen, was bietest du deinen Kunden und nicht zu letzt:

5. die Bezahlung deiner Arbeit


Im Backstagebereich stehen:

6. Die wichtigesten Aktivitäten, die das Unternehmen tun muß, um sein Werteversprechen halten zu können, einschl. Marketing und Verkauf.

7. Welche Ressourcen werden benötigt, um die genannten Aktivitäten umsetzen zu können? Was brauchst du, um arbeiten zu können.

8. Und wer ist mein Partner, so dass ich mich auf die wichtigsten Aktivitäten konzentrieren kann? Welche Unterstützung brauche ich?

9. Zum Schluss solltest du dir sehr ehrlich deine Kosten ansehen. Was mußt du wem zahlen, um dein Nutzenversprechen erfüllen zu können. Das beginnt bei den Versicherungen und endet mit den Kosten für eine Website.


Wie du mit der BMC arbeiten kannst


Sicher siehst du schon durch diesen super kurzen Abriss, dass sich Vieles gegenseitig beeinflußt. Deshalb arbeitet man an der Business Modell Canvas (BMC) am besten mit Haftnotizen. So kannst du mit Leichtigkeit deine Ideen hin- und herschieben oder kleinere Korrekturen vornehmen.


Selbst so ein übersichtliches Tool wie die BMC kann unübersichtlich werden, wenn du zu viel damit darstellen möchtest. hast du viele Kundensegmente, also viele unterschiedliche Menschen identifiziert, denen du helfen könntest, lohnt es sich auch mit mehreren BMC zu arbeiten. Manchmal reicht es auch unterschiedliche Farben für die einzelnen Segmente zu nutzen.

Für Gründer

Auch wenn du 1000 Ideen hast, wie du deinen Lieblingskunden helfen könntest, beginne mit einem Produkt. Natürlich ist es gut, wenn du dir Gedanken dazu machst, wie sich dein Business weiterentwickelt, aber investiere hier nicht zu viel Zeit hinein. die Gefahr, dass du dich verzettelst ist groß. Eine Idee, wie es weiter geht reicht vollkommen aus. Es muss noch kein detaillierter Plan sein.

Du hast also ein Problem identifiziert, welches du als erstes lösen möchtest. Spiele mit genau deiner Problemlösung dein Geschäftsmodel in der Theorie, auf der Vorlage durch und schau ob es Probleme gibt oder geben könnte. Wie und wann kannst du diese Probleme lösen. Natürlich arbeitest du zuerst nur (mit gut) recherchierten Thesen. Aber du kannst dein BMC jeder Zeit überarbeiten und mit Fakten füllen, denn du hast ja Post it`s genutzt.


Für Selbstständige mit Erfahrung

Auch wenn dein Geschäft läuft, ist es ab und zu hilfreich sich selber zu visualisieren, wie die wichtigsten Zahnräder deiner Selbstständigkeit in einander greifen und sich bewegen. Wo gibt es Verbesserungspotential, und welches Puzzleteil braucht deine Aufmerksamkeit?

Deine Selbstständigkeit entwickelt sich in Phasen. Diese kannst du gestalten.


Nach der Visualisierung des Geschäftsmodels kommt der Plan

Die Gestaltung deines Planes ist abhängig von deinen Zielen und deinen Erfahrungen. Hast du schon Zahlen in deinem Business generiert, dann kannst du diese in deine Planung einfließen lassen. Bist du noch in der Gründung, solltest du keine Energie in die Zahlen fließen lassen, sondern anfangen, deine Ideen zu testen. Generiere Testverkäufe. 3 Kunden in dieser ersten Phasen reichen aus, um eine Basis für die weitere Planung zu haben. Bestätigen deine 3 ersten Kunden deine Erwartungen? Wenn ja, ist alles super. Wenn nein, dann kannst du dein Produkt und dein Kundenavatar an die Realität deiner Kunden anpassen.


Ich habe dir hier nur einen schnellen Überblick über das Business Model Canvas gegeben. Möchtest du dieses Model für dich arbeiten lassen? Bist du interessiert an einem BMC-Workshop am Samstag dem 10. September? In meiner ersten groben Planung habe ich ca. 5 Stunden für diesen Workshop geplant. Wir werden in einer kleinen Gruppe zusammenarbeiten: maximal 6 Teilnehmer werden dabei sein.


Bist du daran interessiert ein Teilnehmer zu sein, dann schreibe mir ganz unverbindlich an christina@christina-grunert.de. Sobald genug Interessenten sich bei mir gemeldet haben, werde ich mein Konzept verfeinern und dir ein Angebot unterbreiten. Solltest du mir schreiben hast du meinen Newsletter noch nicht gebucht.


Möchtest du meinen Wochenimpuls buchen, dann kannst du das hier machen.


Du willst keine Zeit mehr vergehen lassen und mit mir zusammenarbeiten, dann melde dich hier zu einem Kennenlerngespräch.


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