Darf ich wirklich nur eine Persona haben?

Und gleich nach dieser einführenden Frage kommt sehr oft die Aussagen: Das geht für mich nicht!

Diese Frage wird mir tatsächlich immer wieder von meinen Kunden gestellt, wenn wir mit der Zusammenarbeit beginnen. Oft lange bevor es in unserer Arbeit überhaupt um Personas geht. Doch ich bin selten die Erste, mit der meine Kunden über Marketing sprechen. Im Marketing muss man wissen, wen man wirklich ansprechen möchte und immer dann kommt die Persona ins Spiel. Die Aussage die der Frage "Darf ich wirklich nur eine Persona haben?" folgt ist "Das geht für mich nicht!"


Was ist überhaupt eine Persona


Eine Persona ist die Beschreibung eines idealisierte Kunden. Hier werden die Wünsche, Hoffnungen, Ziele und Probleme des Kunden festgehalten. Dieses Kundenbild erhöht unsere Empathie für unseren Kunden. Wir können ihn vor unserem inneren Auge sehen und verstehen seine Bedürfnisse. Wir kennen unseren idealisierten Kund

en besser als unsere beste Freundin oder unseren besten Freund. Dieses Kundenbild ist nicht starr. Es entwickelt sich mit unseren Angeboten und mit unseren Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Kunden. Wir ergänzen es regelmäßig mit Fragen, Wünschen und Hoffnungen, die unsere Kunden uns gegenüber, oft im Nebensatz, äußern. Dabei schreiben wir möglichst den genauen Wortlaut unserer Kunden auf.

Mehr zum Thema Wunschkund habe ich in dem Blogartikel "Ich will mehr Lieblingskunden" geschrieben. Den Artikel kannst du HIER lesen.


Mit nur einer Persona machst du dir das Leben leichter


Dadurch, dass wir diesen Kunden so gut kennen, können wir Produkte für unseren Kunden entwickeln, die ihn ansprechen. Auf die er schon gewartet hat. Wir wissen wo seine Hürden liegen, was noch dahinter steht. Das bedeutet wir wissen was unser Kunde braucht, was er möchte, warum er noch nicht hat was er sich wünscht.


Ein kleines Beispiel aus meiner Arbeit.


Was mein Kunde braucht: eine Positionierung, die seiner vielseitige Persönlichkeit großen Freiraum lässt. Er will auch im Business unterschiedliche Rollen und Aufgaben wahrzunehmen und sich weiter zu entwickeln und weiterbilden. Meine Kunden fühlen sich immer ein wenig "falsch", wenn sie sich spitz Positionieren sollen. Ihre Vielseitigkeit macht es ihnen schwer sich auf die klassische Positionierung einzulassen. Sie versuchen Vorbilder zu kopieren oder den Anweisungen von Mentoren zu folgen, doch es fühlt sich immer falsch an. Sie wissen, dass eine klare Positionierung ihnen die Arbeit erleichtert und die Wahrscheinlichkeit erfolgreich zu sein erhöht.

Also ist das vorrangige Problem, bei meinen Kunden, die fehlende oder falsche Positionierung. Das Problem dahinter ist eine Verunsicherung (auf Grund der fehlenden oder falschen Positionierung), die verhindert, dass meine Kunden wirklich sichtbar werden wollen/ können.

Nach der Zusammenarbeit passt die Positionierung und dadurch können meine Kunden selbstbewusst mit einer eigenen, klaren Positionierung sichtbar und erfolgreich werden.


Da ich weiß, dass das Selbstbewusstsein meiner Persona schon ein paar Dellen durch das Thema Positionierung bekommen hat, gehe ich in meinem Training nicht nur auf das Thema Positionierung, sondern auch Persönlichkeitsentwicklung ein.


Und auch für dich bedeutet es, dass du nicht mehr jede Ausbildung machen musst, von der du erhoffst, dass deine Kunden, dieses neue Wissen von dir brauchen. Du kannst sehr gut entscheiden, mit Thema A beschäftige ich mich aus Spaß und mit Thema B beschäftige ich mich, weil ich dadurch meine Kunden besser unterstützen und begleiten kann.


Zusammengefasst: eine Persona hilft dir bei der Entwicklung von Produkten, bei der Erstellung von Angeboten, bei der gezielten Kundenansprache und bei der Auswahl deiner eigenen Weiterbildung.


Ich habe 2 Personas


Und jetzt endlich komme ich zur Zahl: Ich selber habe 2 Personas. Obwohl der Businesskompass auf dem Warum-Workshop aufbaut, habe ich für den Warum-Workshop eine Persona und für den Businesskompass und die Mastermindgruppe auch eine Persona.


Für den Warum-Workshop habe ich einen Mann gewählt. Er ist eine Führungskraft, also angestellt und hat eine technische Ausbildung, er möchte sein Leben verändern, obwohl es ihm eigentlich sehr gut geht und möchte dafür gern eine Entscheidungshilfe.


Den Business-Kompass habe ich für eine Frau entwickelt. Sie hat vor knapp 2 Jahren gegründet und in dieser Zeit ihre Positionierung schon ein paar mal gedreht und angepasst. Die Kunden kommen sehr vereinzelt und sie schwankt ein wenig zwischen "ich brauch keine Positionierung, das ist doch bloß ein Hype" und "Ich muss mich einfach mal entscheiden, ein wenig Disziplin aufbringen, mich positionieren und dann klappt das mit dem Erfolg"

(Ganz nebenbei: ich arbeite sehr gern mit Gründerinnen. Genauso fühlen sich Frauen von meinen Angeboten und meiner Kommunikation angezogen, die schon ca. 10 Jahre Selbstständig sind. Auch sie wollen ihre Positionierung mit mir überarbeiten oder schärfen. Das bedeutet, nicht nur Kunden, die unserer Persona entsprechen, kommen zu uns. Auch Kunden die unserer Persona nur ähnlich sind.)


Ich würde dir empfehlen nicht mehr als 3 Personas zu nutzen. ich glaube als Selbstständiger kommt man sonst zu sehr durcheinander. Die Grenzen werden entweder zu schwammig oder die Unterschiede sind so groß, dass du deine Zuhörer verwirrst und sie sich auch nicht mehr angesprochen fühlen.


Wie kann ich die Zahl meiner Personas reduzieren?


Was kannst du nun machen, wenn du für dich mehr als nur 3 Personas identifiziert hast? Schau sie dir noch einmal genau an. Wo kannst du etwas zusammenfassen? Ich habe bei meinen Kunden schon mehrfach beobachtet, dass sie eigentlich nur eine Persona hatten, diese aber in unterschiedlichen Alter bzw in unterschiedlichen Bewusstseinsstufen beschrieben haben. Also einmal eine Frau in den 20igern und einmal eine Frau in den 50igern mit sehr ähnlichen Problemen und Herausforderungen. Doch der Blick fiel immer viel zu sehr auf die demographischen Unterschiede. Dadurch wurden die Ähnlichkeiten übersehen. Also betrachte bei deinen Personas mehr die Herausforderungen und die Ziele und weniger das Alter, das Geschlecht und den Wohnort.

Auch eine Persona auf unterschiedlichen Bewusstseinsstufen versteckt sich oft hinter einem unterschiedlichen Wissensstand, doch die Probleme, Herausforderungen und die Eigenschaften der Personas sind identisch. Hier kannst du auch zusammenfassen. Das Reduzieren, der Anzahl der Personas fällt Kollegen und Mentoren oft leichter, als dir selber. Also sprich mit einem Sparringspartner über deine Personas. Beschreibe die Ähnlichkeiten und die Unterschiede, die Wahrscheinlichkeit, dass die Ähnlichkeiten die Unterschiede aufwiegen ist sehr groß. Und wenn die Ähnlichkeiten wirklich sehr überwiegen, dann schau ob du dort nicht einen idealisierten Kunden in 2 Personas beschrieben hast.


Was du jetzt tun kannst:

Solltest du einen Sparringspartner brauchen, um auf deine vielen Personas zu schauen, dann buche dir einen Termin in meinem Kalender. Hier gehts zu meinem Kalender.


Du willst mit mir zusammenarbeiten? Auch dann solltest du dir als erstes einen Termin in meinem Kalender buchen. Hier gehts zu meinem Kalender.

(Für die Terminbuchung benutze ich das Tool Calendly)


Du willst mehr über meine Arbeit und über meine Erfahrungen und Empfehlungen hören, dann buche dir den Wochenimpuls, dann bekommst du einmal in der Woche alle neuen und relevanten Infos in dein Postfach. Hier gehts zum Wochenimpuls.




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