Architekten und Marketing Teil 2

Aktualisiert: Mai 19

Die Webseite als Kommuniktionsplattform


Sie ist ein Kommunikationskanal, mit dem wir Interessenten berühren, mit dem wir eine Meinung erzeugen. Sie kann aber auch eine Kommunikationsplattform sein, mit der wir in Kontakt kommen.

Auch wenn Architekten ihre Aufträge meistens über Empfehlungen bekommen, ist eine Website sinnvoll. Denn Empfehlungen sind immer häufiger an eine Internetrecherche gekoppelt. Wer seine Bauherren hier nicht anspricht, wird die Bauherren verlieren, bevor er sie kennengelernt hat.

Eure Arbeit wird oft als austauschbar empfunden, aber nicht euer Arbeitsstil, nicht der Focus den ihr auf eure Arbeit legt und nicht eure Persönlichkeit.


Gebt euer Wissen weiter


Lasst die Bauherren hinter die Kulissen schauen und informiert sie darüber, was auf sie zukommt, wenn sie mit euch zusammenarbeiten. Vielleicht kommen euch diese Informationen banal vor. Dieses Wissen ist euer Handwerkszeug, für eure Bauherren sind es relevante Neuigkeiten.


Für jeden Bauherren ist es super spannend zu erfahren wie ihr arbeitet.

  • Wie geht ihr vor?

  • Was erwartet ihr von eurem Bauherren?

  • Wann müssen welche Entscheidungen getroffen werden?

Fragen die fast jeder Bauherr stellt, können schon auf der Webseite beantwortet werden. Das hat 2 Vorteile:

  • es spart euch Zeit und Nerven und

  • Interessenten, denen ihr schon auf eurer Webseite geholfen habt, vertrauen euch viel eher das Mamutprojekt “Hausbau” an.

Häuser von oben. Wie individuell wurde jedes gestaltet

Gebt Wissen weiter. Je besser eure Bauherren informiert sind, desto mehr Unsicherheiten der Bauherren werden aus dem Weg geräumt, der Fokus auf die wichtigen Entscheidungen gelegt und bei der Suche nach Problemlösungen wird eher die Sache beurteilen und weniger der Preis.


Außerdem ist euer Bauherr dann schon “vorgebildet”. Was ich damit meine: Ihr braucht nicht alles immer wieder zu erklären. Ihr habt eurem Bauherr schon ein Grundwissen vermittelt, auf welchem ihr, in eurer direkten Beratung aufbauen könnt. Und sollten doch einmal Fragen kommen, könntet ihr auf euere Webseite verweisen.


Wenn ihr euren Bauherren nicht umfangreich informiert, wird er auf die Webseiten von Bauherrenberatungsvereinen gehen. Habt ihr euch die einmal angesehen?

Man bekommt schnell den Eindruck, das dort NUR Leute schreiben, die beim Bauen richtig schlechte Erfahrungen gemacht haben. Leute die richtig schlechte Erfahrung mit ihren Architekten gemacht haben. Die Berufsgruppe der Architekten hat auf diesen Seiten keinen guten Stand. Grundtenor dieser Seiten ist: der Architekt will nur abzocken.

Das, durch viele Warnhinweise aufgebaute Misstrauen beim Bauherren, macht euren Arbeitsalltag schwerer.

Nehmt Kontakt zu euren Webseitenbesuchern auf


Nehmt euer Lieblingsprojekt als Beispiel:

  • Schreibt und zeigt an welche Rahmenbedingungen ihr gebunden ward.

  • Welche Alternativen ihr entworfen und verworfen habt.

  • Warum der gebaute Entwurf realisiert wurde.

  • Zeigt eure Begeisterung. (Ich weiß, dass ihr sie habt.) Fast nichts ist so ansteckend wie Begeisterung.


Sagt euren Bauherren wie die Arbeit mit euch ablaufen wird.

Verratet ihnen schon auf eurer Website, was euch wichtig ist und warum.

Habt ihr nicht die gleichen Werte, wird der Interessent gehen, ohne dass ihr es merkt, ohne, dass ihr Zeit und Geduld mit ihm verschwendet habt.


Doch solltet ihr die gleichen Werte haben, wird die Zusammenarbeit viel leichter. Dann stimmt die "Chemie". Das hat jeder schon erlebt und jeder wünscht es sich für die Zukunft.

Also verratet:

  • Warum begeistert ihr euch für den Holzbau in Einfamilienhäusern?

  • Warum begleitet ihr jahrelang die Sanierung von einem (kleinen) Denkmal?

  • Warum plant ihr gerne Schulen und die sie umgebenden Schulhöfe?

  • Warum ist der Umbau einer Fabrik in ein Kulturzentrum euer Lieblingsprojekt geworden?

  • Was ist eure architektonische Handschrift?

  • Was ist an allen Bauwerken, die durch eure Hände gingen, gleich?

  • Was ist euch bei jedem Projekt wichtig?


Lasst eure Webseitenbesucher zu Wort kommen


Ihr könntet z.B. eine Frage- und Antwortseite einbauen. Lasst eure Webseitenbesucher Fragen stellen, die ihr einmal im Monat oder auch jede Woche beantwortet.


Das hat 3 Vorteile:

  • ihr habt immer frischen Content (das freut Google) auf eurer Seite und

  • ihr seit immer relevant mit eurem Content (das freut die Webseitenbesucher und Google).

  • ihr könnt eure Bauherren "vorbilden" und das Halbwissen vom Nachbarn & Co werden sie nicht mehr brauchen.


Ein passwortgeschützter Bereich


Aber auch ein, mit einem Passwort geschützter Bereich ist möglich.

Hier können Pläne, Fotos, Dokumente, Protokolle für die aktuellen Bauherren und am Bau Beteiligten hinterlegt werden. Jeder kann sich zu jeder Zeit informieren und eventuell auch kommentieren. Dadurch können Telefonate, Meetings und Baubegehungen verkürzt werden.

Es ist sehr transparent und es kommt zu keinem Informationsverlust, es müssen nicht unzählige eMails verschickt und auch keine neuen Apps installiert werden.

Es ist wunderbar unkompliziert.


Überlegt euch was euch an eurem Arbeitsalltag stört. Vielleicht kann man das Problem mit einer gut gestalteten Webseite aus der Welt räumen.


Wie nutzt ihr eure Webseite? Ist sie ein große Visitenkarte oder nimmt sie euch ungeliebte Arbeit ab?




15 Minuten Webseiten-Feedback: Schick mir deine URL und ich beschreibe dir meinen ersten Eindruck. Der ist so wichtig, da auch deine Kunden sich nur sehr wenig Zeit nehmen, um zu entscheiden, ob sie bei dir richtig sind.


Hast du Fragen Thema, dann schreibe mir gerne unter Christina@Christina-Grunert.de oder du buchst ein, für dich kostenloses Strategie-Gespräch.