Ich finde mein Warum und meine Positionierung

Aktualisiert: Mai 19


Start with why


Bestimmt hat jeder schon einmal von dem Buch und Ted Talk mit dem Titel “Frag immer erst: warum:" gehört. Wenn du noch nichts davon gehört hast, dann schau dir den Ted Talk auf youtube an. Oder kauf das Buch bei Amazon. (Ich habe einige Inhalte verlinkt, aber es ist nie ein Affiliate link)


Als Simon Sinek über die Bedeutung des WARUM gesprochen hat, hat er auch einige Beispiele gebracht.

Mich hat das Beispiel der Brüder Wright sehr berührt. Sie hatten ihr Wissen rund um die Mechanik in ihrer Fahrradwerkstatt autodidaktisch erlernt und mit Zielstrebigkeit, Fleiß und Begeisterung das erste steuerbare Flugzeug gebaut.


Als ich den Ted Talk das erste Mal gesehen habe, habe ich die Leute, die ihr Warum gefunden haben ein bisschen bewundert und ein bisschen beneidet. Denn ich habe geglaubt, dass es Zufall ist, wenn man sein WARUM findet.


Doch da habe ich mich geirrt.


Meine Freundin Susan, die Jobprofilerin hat das Buch “Finde dein Warum”, es ist sozusagen der Nachfolger von “Start with why”, von Simone Sinek gefunden, gelesen und war begeistert.


Er erklärt in diesem Buch zusammen mit seinen Kollegen, wie man aus seinen eigenen Geschichten sein WARUM finden kann.

Ich konnte mir nur schwer vorstellen, dass man sein WARUM, in seinen Geschichten mit sich herumträgt. Trotzdem ließ ich mich überreden mit Susan den Prozess zu durchlaufen.

Und heute bin ich froh darüber.



Welche Geschichten sind wichtig?


Simon Sinek hat herausgefunden, in welchen unserer Geschichten sich unser WARUM wiederfindet.

Es sind die großen und kleinen Begebenheiten die irgendwie in unserem Kopf geblieben sind. Dabei kommt es nicht auf an, was man in diesen Geschichten gemacht hat, was man erreicht hat, sondern wie man sich gefühlt hat. Es ist wichtig, dass man Geschichten erzählt die sehr persönlich sind. Die einen sehr bewegt haben und deshalb einfach nicht vergessen werden.


Von Bedeutung sind die Geschichten, die noch nach Jahren Freude, Trauer, Wut, Stolz … auslösen.


Und obwohl diese Geschichten so persönlich sind, sollte man sie einem Menschen erzählen, dem man vertraut, der aber diese Geschichten noch nicht kennt. Jemanden der mutig genug ist auch nachzufragen, wenn die Geschichten unangenehm sind.

Und das kann ein langjähriger Freund oder Partner nicht.



Der Prozess


Zuerst hat Susan, mir ihre Geschichte erzählt. Ich habe zugehört, mitgeschrieben, nachgefragt, um den roten Faden zu finden.


Wir haben uns für diesen Prozess 3 Stunden Zeit genommen. Eine Zeit gewählt, in der uns niemand stören würde und dann hat sie geredet.


Den roten Faden hatte ich schnell gefunden. Ich konnte es noch nicht wirklich gut in Worte fassen, aber da war etwas. Nach 3 Stunden war alles wichtige erzählt. Wir haben uns kurz über unseren ersten Eindruck ausgetauscht und beschlossen, dass wir eine Nacht über die Geschichten schlafen würden.


Ich bin meine Notizen noch einmal durchgegangen und meine Beine kribbelten vor lauter Auftregung und in dem Gefühl etwas wirklich nachhaltiges, wichtiges und richtiges gefunden zu haben.


Ein kleiner aber bedeutungsvoller Satz. Ich war mir so sicher, dass wir das WARUM von Susan gefunden haben, dass ich die Welt nicht mehr verstanden hätte, wenn sie den Satz nicht als ihr WARUM hätte annehmen können.


Wenn ich mich richtig erinnere war sie noch aufgeregter als ich.

Sie hat sich ihren Satz notiert und sich an den Computer geheftet, so dass sie ihn nie wieder vergisst.


Auch sie hat in einem Blogartikel beschrieben, wie wir unser WARUM gefunden haben. Hier kannst du ihn Lesen.


Wie wirkt es, sein WARUM gefunden zu haben?


Susan gehört zu den Unternehmerinnen, die am liebsten immer an 3 Ideen gleichzeitig arbeiten. Ihr WARUM gibt ihr nun einen Fokus. Er zeigt ihr was wirklich wichtig ist und was liegen bleiben kann, weil es bald blasser und bedeutungsloser wird.


Wie ist es, wenn man sein WARUM gefunden hat?



Auch ich habe meine Geschichten in 3 Stunden erzählt und gemeinsam mit Susan ein WARUM formuliert.


Die Veränderung, die mein WARUM ausgelöst hat


Doch mein WARUM gibt mir weniger einen Fokus auf meine tägliche Arbeit, als vielmehr eine Kurskorrektur meiner Positionierung.


Ich habe als Trainer für Onlinemarketing Handwerker unterstützt. Handwerker haben selten aussagekräftige und noch seltener schöne Webseiten. Sie brauchen, meiner Meinung nach, mein Angebot wirklich gut.

Doch Handwerker sehen im Onlinemarketing pure Werbung und die haben sie nicht nötig. Die Handwerker mit denen ich gearbeitet habe, wollten am liebsten nur eine erweiterte Visitenkarte. Sie wollten eine Internetpräsenz, weil es peinlich ist keine zu haben.


Mein Warum


Doch das entspricht überhaupt nicht meinem WARUM. Denn ich analysiere, ergänze und strukturiere Vorhandenes neu, so dass es wieder mit Begeisterung genutzt wird.

Und als dieser Satz da war, wurde mir auch bewußt, warum ich so gerne die Positionierung meiner Kunden ausarbeite. Dort nehme ich, was meine Kunden mitbringen. Ich analysier und strukturiere es und wenn wir fertig sind, haben meine Kunden eine Positionierung, mit der sie sich gern zeigen.


Eine Positionierung, die sie vor Begeisterung auf ihrem Stuhl hin und her rutschen lässt. Weil es genau das ist was sie lieben, mit genau den Menschen mit denen sie gern zusammenarbeiten. Eine Positionierung, die sie alleine nicht gefunden haben, weil so viele “vernünftige” Entscheidungen im Weg gestanden haben.


Meine Handwerker allerdings wollten nicht über Positionierung nachdenken: ihr Beruf ist ihnen Positionierung genug. Mit ihnen kann ich mein WARUM nur leben, wenn ich ihre Büroarbeit etwas papierärmer mache. Und das sehe ich aber als “Abfallprodukt” der Contenplanung.


Meine neue Positionierung


Nachdem ich mein WARUM gefunden habe, habe ich mein Positionierung leicht geändert.


Jetzt helfe ich Coaches und Trainern ihren Platz zu finden.


Ich helfe ihnen ihre Positionierung zu finden und es ist soooo schön, wenn motivierte Frauen vor mir sitzen, strahlen und mit Begeisterung und Nachdruck rufen: “ja, genau so mach ich das”.


Und ich helfe Menschen dabei ihr Warum zu finden. Ich analysiere ihre Geschichten, finde den roten Faden und gemeinsam formulieren wir einen Satz, den sie mit Begeisterung nutzen werden. Er hilft ihnen sich zu motivieren oder den Fokus zu finden und zu halten, er erklärt ihnen gewählte Entscheidungen in der Vergangenheit und erleichtert Entscheidungen in der Gegenwart.


Möchtest du mit mir zusammen deine Positionierung oder dein Warum finden, dann schreib mir! Ich freu mich auf dich.


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Wenn du möchtest, helfe ich dir auch sehr gern, deinen roten Faden zu finden.